Geschichte der Bezirksgruppe Krefeld der WGfF

Prof. Gottfried Buschbell Am 25. Juli 1925 wurde auch in Krefeld eine „Ortsgruppe“ der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde gegründet. Der Hauptverein unserer Gesellschaft wurde bereits im Jahr 1913 in Köln gegründet. Erster Vorsitzender der Krefelder „Ortsgruppe“, heute Bezirksgruppe genannt, war Professor Dr. Gottfried Buschbell, damaliger Direktor der Stadtbibliothek in Krefeld. Herr Professor Buschbell war vorher lange Jahre Oberlehrer am Gymnasium der Stadt Krefeld, dem späteren Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Bekannt wurde Professor Buschbell auch durch einige Veröffentlichungen über die Stadt Krefeld. Ihm zur Seite standen im Vorstand der Bezirksgruppe bekannte Krefelder, wie Kaufmann Paul Nievejan, Gerichtsreferendar Robert Angerhausen, Lehrer Franz Heckmanns und Hans Nacken.

Franz Heckmanns Im Dezember 1932 ging die Leitung der Gruppe an Herrn Franz Heckmanns, den Lehrer in Fischeln, späteren Schulrat in Krefeld, Heimatkundler, Familienforscher und Kommunalpolitiker. Trotz seiner vielen beruflichen Aufgaben hat er die Krefelder Gruppe der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde mit großem Engagement geleitet. Durch die „veränderte Lage“ in Deutschland wurde es immer schwieriger, gute Familienforschung zu betreiben. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges musste die Arbeit unterbrochen werden, aber schon 1948 nahm die Krefelder Gruppe ihre Arbeit wieder auf. Herr Franz Heckmanns wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt. Diese Aufgabe behielt er bis zum Jahr 1981. Gleichzeitig hat er eine Zeit lang die Stelle des Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden des Gesamtvereins wahrgenommen. Für seine unermüdliche Schaffenskraft, sein ruhiges ausgleichendes Wesen und seine demokratisch-christlichen Grundsätze, erhielt er im Jahr 1965 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Zu seinem 75. Geburtstag erhielt er die Ehrenplakette der Stadt Krefeld, die Albert-Steeger-Plakette und von unserem Verein, der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, die Ernst-von-Oidtman-Medaille. Im Jahr 1977 wurde ihm, zusammen mit seinem Weggefährten Ernst Tapper, der Rheinlandtaler verliehen. Bekannte Mitglieder des Vereins zu dieser Zeit waren unter anderem Dr. jur. Walter Risler, Dr. Emil Feinendegen, Werner Maurenbrecher und Ernst Tapper.

Ernst Tapper Herrn Heckmanns zur Seite stand lange Jahre der bekannte Krefelder Familien- und Heimatforscher Herr Ernst Tapper, er war Teilhaber und Prokurist einer Seidenweberei im Krefelder Süden. Herr Tapper bekleidete das Amt des Schriftführers und Schatzmeisters der Krefelder Gruppe. Er war gleichzeitig Vorsitzender des Beirates des Gesamtvereins und wurde 80-jährig zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Neben dem schon oben erwähnten Rheinlandtaler, erhielt er für seine Verdienste den Ehrenteller der Stadt Krefeld und das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.


Ab dem Jahr 1969 gehörten auch die Städte bzw. Orte Kempen, Geldern, Mönchengladbach, Moers, Rheydt und Viersen zur Bezirksgruppe Krefeld. Im Jahr 1981 erfolgte eine weitere Neugliederung des Gesamtvereins. Dabei wurde die Bezirksgruppe Kleve gegründet. Zu Kleve kamen die Gemeinden Xanten, Sonsbeck und Alpen, während Geldern, Issum, Straelen, Wachtendonk, Kerken und Rheurdt bei Krefeld blieben. Zur Krefelder Gruppe kamen bzw. blieben weiter die Orte Rheinberg, Kamp-Lintfort, Moers und Neukirchen-Vluyn. Von der wieder neu gegründeten Bezirksgruppe Mönchengladbach behielt Krefeld die Städte bzw. Orte Grefrath, Kempen, Tönisvorst und Willich.

Gustav Biermann Von 1982 bis 1986 führte Herr Gustav Biermann den Verein. Herr Biermann war Industriekaufmann und als solcher Einkaufsleiter und Prokurist einer bekannten Waggonfabrik in Krefeld-Uerdingen Er erreichte, dass wir unsere Vortrags- und Arbeitsabende in den Räumen der Volkshochschule Krefeld abhalten dürfen. Die Termine für unsere Veranstaltungen werden ab dieser Zeit im Programmheft der Volkshochschule veröffentlicht. Im Gegenzug bieten wir Hilfestellung an für Jedermann, der sich als Anfänger oder Fortgeschrittener für das schöne Hobby der Familienforschung interessiert.


Dr. Günter Jacobs In den Jahren 1986 bis 1999 war Herr Dr. Günter Jacobs Erster Vorsitzender der Bezirksgruppe Krefeld. Herr Dr. Jacobs, 1924 in Duisburg geboren, hatte in Köln Chemie und Physik studiert und in beiden Fächern promoviert. Als Leiter der Entwicklungsabteilung eines bekannten Krefelder Chemie-Unternehmens war er verantwortlich für die Herstellung von Polyurethan-Werkstoffen. Aus dem Vorprodukt Macrolon werden CD-ROMs und DVDs hergestellt. Wurden am Anfang unsere Treffen mit den Familienforschern noch in verschiedenen Lokalen in Krefeld abgehalten, so erreichte Herr Dr. Jacobs, dass wir auch unsere Arbeitsabende in der Volkshochschule Krefeld abhalten dürfen. Durch zahlreiche Aktionen, Werbeveranstaltungen und Kurse, auch für Anfänger in der Familienforschung, erhöhte sich unsere Mitgliederzahl auf etwa 100 Personen. Im November 1999 erhielt Herr Dr. Günter Jacobs vom Vorstand des Gesamtvereins die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Franz Josef Peine Von März 1999 bis März 2005 führte Herr Franz Josef Peine erfolgreich die Geschicke des Vereins. Herr Peine hatte bis zu seiner Pensionierung die Funktion eines Diplom-Ingenieurs für Verfahrenstechnik in Krefeld-Uerdingen. Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Bezirksgruppe Krefeld wurde unter seiner Leitung im Oktober 2000 eine Ausstellung mit dem Titel „Auf den Spuren unserer Vorfahren wandeln“ im Foyer der Volkshochschule in Krefeld zusammengestellt, um einen Überblick über die geleistete Arbeit in der Familienforschung zu geben. Im Jahr 2001 wurden die Mitglieder der Bezirksgruppe Kleve vorläufig auf die Bezirke Duisburg (rechtsrheinisch) und Krefeld (linksrheinisch) aufgeteilt.

Klaus Textor Im März des Jahres 2005, auf der jährlich stattfinden Jahreshauptversammlung, wurde Klaus Textor zum Leiter der Bezirksgruppe Krefeld gewählt. Seit 1973 beschäftigt er sich mit Familienforschung. Seine eigenen Forschungsgebiete liegen hauptsächlich im Westerwald. Diese Gebiete werden von der Bezirkgruppe Bonn der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde betreut. Seit seinem 14. Lebensjahr ist Krefeld seine Heimat. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand, beschäftigt sich Herr Textor noch intensiver mit dem schönen Hobby der Familienforschung. Seit dem Jahr 2006 ist die Bezirksgruppe Krefeld mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten.